DIE WIENER KUCHE


Rezepte:

Das Wiener Schnitzel hat seinen Ursprung im italienischen "costoletta milanese" - paniertem und fritiertem Kalbfleisch, das zuneist mit Erdäpfelsalat serviert wird.
• Tafelspitz ist ein Gustostück aus der Keule vom Rind, welches mit klassischen Beilagen gereicht wird.
Kaiserschmarrn: Eine Legende erzählt, dass das Gericht aus zerschnittenem Palatschinken mit Obst für den Kaiser Franz Joseph erfunden wurde.
Apfelstrudel
Topfenkolatsche ist zusammen mit dem Apfelstrudel eines der bekanntesten Wiener Spezialitäten. Hauchdünner Strudelteig mit Rahm und Rosinen gefüllt.
Salzburger Nockerln
Sachertorte
Vanillekipferl


Original Wiener Schnitzel

Für das Original Wiener Schnitzel verwendet man Kalbfleisch und zum Frittieren Schweineschmalz. Genauso gut schmecken aber auch Schweine-, Hühner- oder Putenschnitzel, in Öl gebacken.
Rezept für 4 Personen: 4 Schnitzel à ca. 120 g
Panier: Mehl, 2 Eier, Semmelbrösel (= Paniermehl), Salz, Öl oder Schmalz zum Ausbacken
Das Schnitzelfleisch mit einem Fleischklopfer leicht klopfen und am Rand ein wenig einschneiden. Leicht salzen, panieren und sofort in heißem Fett auf jeder Seite goldbraun backen. Es sollte so viel Fett in der Pfanne sein, dass die Schnitzel schwimmen und nicht am Boden aufliegen.
Panieren:
3 Teller vorbereiten. In einen gibt man Mehl, in einen zweiten Semmelbrösel, in den dritten 2 Eier, die man mit der Gabel verquirlt. Das Fleisch wird zuerst in Mehl gewendet, dann durch das Ei gezogen, anschließend in Bröseln gewälzt.






Erdäpfelsalat

Man braucht: 1 Kilo "speckige" (= festkochende) Erdäpfel, 1 fein gehackte (rote) Zwiebel, Essig, Öl, Salz, Pfeffer. Die Erdäpfel nicht zu weich kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel dazu geben. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Marinade bereiten und über den Salat gießen. Der Salat nimmt relativ viel Marinade auf und sollte vor dem Servieren gut "durchziehen", eventuell noch einmal abschmecken.



Kaiserschmarrn

Rezept für vier Personen: 6 Eier, 200g Keksteig, 50g Zucker, 250ml Milch, 1 Prise Salz, 40g Rosinen, Butter, Staubzucker, Zwetschgenmus.
Das Eiwieß vom Eigelb trennen. Das Eigelb mit Zucker, Milch und Mehl gründlich mischen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz schaumig schlagen, bis es steif ist. Dann vorsichtig unter die Eigelb-Mischung heben. Butter in einer großen Pfanne schmelzen, den Teig hineingeben und Rosinen darin verteilen.
Auf der einen Seite einige Minuten kochen lassen, anschließend den Teig umdrehen, mit einer Gabel in unregelmäßige Stücke reißen und fertig kochen lassen. Doch Vorsicht, den Kaiserschmarrn nicht zu lange in der Pfanne lassen - leicht trocknet der Teig aus!
Mit Staubzucker betreuen und zusammen mit Zwetschgenmus servieren.




Apfelstrudel

Für einen guten Apfelstrudel muss der Strudelteig sehr dünn "gezogen" werden - so dünn, dass man noch eine Zeitung durch den Teig lesen könnte! Es gibt aber auch fertigen Strudelteig zu kaufen, der ganz gut schmeckt!
Rezept:
Strudelteig: 250 Gramm glattes Mehl, 1 Esslöffel Öl, ca. 1 Esslöffel Butter zum Bestreichen
Fülle: 150 -200 Gramm Semmelbrösel, 125 Gramm Butter, ca. 1 Kilo Äpfel, klein geschnitten, Zucker, Zimt, Zitrone, eventuell Nüsse und Rosinen.
Mehl, Öl und ca. 125 ml lauwarmes Wasser zu einem weichen Teig verkneten, der sich von der Hand löst (eventuell mehr Wasser oder mehr Mehl verwenden). Eine Kugel daraus formen, mit Öl bestreichen und unter einem erwärmten Geschirrtuch ca. eine halbe Stunde rasten lassen. Brösel in Butter goldbraun rösten, zuckern, mit Zimt und abgeriebener Zitronenschale abschmecken.
Teig auf ein bemehltes Tuch legen, mit einem Nudelholz ein wenig auswalken und am Rand mit Öl bestreichen. Teig vorsichtig in alle Richtungen ziehen, bis er durchsichtig ist. Den dicken Rand wegschneiden.
Die gerösteten Brösel auf drei Viertel des Teigblattes geben, dann die Äpfel und eventuell gehackte Nüsse und Rosinen daraufgeben. Ein wenig zuckern. Den freien Teigrand mit geschmolzener Butter bestreichen. Strudel mit Hilfe des Tuches einrollen, auf ein befettetes Backblech legen, mit zerlassener Butter bestreichen und bei 170°C 30 - 40 Minuten backen.
Besonders gut schmeckt der Strudel, wenn er lauwarm mit Vanilleeis oder mit Vanillesauce gegessen wird.




Topfenkolatsche

Blätterteig: 1 Päckchen Germ, 1/2 Tasse lauwarme Milch (blutwarm, um genau zu sein!), 1 3/4 Tasse Semmelbrösel, 1/2 Teelöffel Salz, 2 Esslöffel Zucker, 1 Ei, 2 Esslöffel Butter, geschmolzen, 1 Eiweiß, geschlagen, 2 Esslöffel gebrochene oder gehackte Mandeln
Füllung: 2 Esslöffel Butter, 230g Rahmkäse, 2 Eier, 1/2 Tasse Zucker, geriebene Zitronenschale, 1 Esslöffel Rosinen
Germ in warme Milch geben. Mehl und Salz in großer Schüssel mischen. Zucker der Hefemischung hinzufügen und umrühren. Das Ei hineinschlagen, und alles zusammen mit der Butter zu einem feinen Teig verrühren. Die Schüssel anschließend mit einem Tuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort ca. eineinhalb Stunden gehen lassen.
Den Teig nach der Ruhezeit auf der mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche kneten, bis er weich ist. Dann etwa einen Zentimeter dick ausrollen, in handflächengroße Quadrate schneiden und diese auf einem Backblech auslegen.
Für die Füllung: Butter, Zucker, Käse, Eigelb und die geriebene Zitronenschale zu einem Teig verkneten. Das Eiweiß steif schlagen und dem Teig zufügen. Rosinen hineinstreuen.
Je einen Esslöffel der Füllung in die Mitte eines Teig-Quadrats geben und deren Ecken in der Mitte übereinander schlagen. An einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.
Den Backofen aus 400 Grad vorheizen. Die Teilchen mit Eiweiß bestreichen und Mandeln darauf streuen. 30 Minuten Backen, bis die Topfenkolatschen gut gebräunt sind.




Salzburger Nockerln

Man braucht: 6 Eier, 1/4l Milch, 50 g Butter, 2 gestrichene El. Vanillezucker, 140g Zucker, 6 gestrichene El. Mehl, 2 gestrichene El. Puderzucker
Den Backofen auf 225°C vorheizen. Die Eier sehr sorgfältig trennen. In einer ofenfesten, flachen Form die Milch mit der Butter und dem Vanillezucker aufkochen. Inzwischen das Eiweiß zu einem festen Schnee schlagen, dabei nach und nach die Hälfte des Zuckers einrieseln lassen. Zum Eischnee 2 Eigelb und den restlichen Zucker geben, das Mehl darübersieben und alles vorsichtig unterheben. Von dieser Masse setzt man mit einem großen Löffel Nocken in die Form mit der kochenden Milch, bestäubt alles mit Staubzucker und schiebt es für 8 bis 10 Minuten in den heißen Backofen und backt die Nockerl goldgelb.
Vorsicht: Nockerl vertragen keine Zugluft, auch darf die Form nicht unsanft auf den Tisch gesetzt werden, sonst fällt alles zusammen!




Sachertorte


Das Rezept der Original Sachertorte ist ein Geheimnis, aber diese Torte schmeckt fast genauso gut!
Rezept für 12 Personen: 130 Gramm Butter, 130 Gramm dunkle Schokolade, 100 Gramm Staubzucker, 6 Eier, 80 Gramm Feinkristallzucker, 130 Gramm Mehl, Marillenmarmelade (= Aprikosenmarmelade)
Glasur: 150 Gramm Kochschokolade, 75 Gramm Kokosfett
Schokolade und Butter im Wasserbad erwärmen, gut verrühren, ein wenig auskühlen lassen. Nach und nach Staubzucker und die 6 Dotter (Eigelb) einrühren. Die 6 Eiklar (eiweiß) zu Schnee schlagen (so lange mit dem Mixer mixen, bis die Masse "fest" ist), löffelweise den Feinkristallzucker einrühren, weitermixen. Einen Löffel Schnee in die Schokoladenmasse einrühren. Mehl und den übrigen Schnee abwechselnd vorsichtig unter die Masse rühren. Die Backform gut fetten und mit etwas Mehl bestreuen. Das Backrohl bei 180 - 200°C gut vorzeizen. Die Kuchenmasse in die Backform füllen und 10 Minuten im Rohr backen, wobei es einen Spalt breit geöffnet bleibt. Nach den 10 Minuten dann das Rohr schließen, die Hitze auf 130 - 150 °C zurückdrehen, und weitere 50 Minuten backen.
Erst am nächsten Tag mit Marmelade bestreichen (evenuell kann man die Torte auch in der Mitte durchschneiden und mit Marmelade füllen) und glasieren.
Glasur: Die Schokolade und das Kokosfett - es gibt auch fertige Tortenglasur im Becher zu kaufen - im Wasserbad schmelzen lassen, ein wenig abkühlen lassen, gleichmäßig über die Torte gießen.





Vanillekipferl


Man benötigt:
150g Butter, 210g Mehl, 80g gebrochene Haselnüsse oder Mandeln, 80g Staubzucker, 1 Ei, sowie 60g Staubzucker und 3 Esslöffel Vanillezucker zum Bestreuen der fertigen Kipferl
Zubereitung:
Das Mehl fein sieben und auf der Arbeitsfläche häufen oder in eine große Schüssel geben. Die in Flöckchen geschnittene Butter mit dem Mehl vermengen. Anschließend den Staubzucker, die Haselnüsse und Mandeln sowie das Ei hineingeben. Dann die Masse zu einem knusprigen Teig kneten und eine halbe Stunde ruhen lassen.
Nun den Teig portionseise zu daumendicken Röllchen formen. Diese in etwa ein Zentimeter lange Stücke schneiden und in die typische Halbmond-Form bringen.
Auf kleiner bis mittlerer Stufe bei 160°C 10 bis 15 Minuten backen, bis die Kipferl eine goldbraune Farbe haben. Noch während die Kipferl heiß sind, in der Mischung aus Vanille- und Staubzucker wenden - fertig!



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